Klein, diskret und simpel sind die Schlagworte, mit denen sich diese Methode am Besten beschreiben lässt. Das klassische Tapen ist im sportmedizinischen Bereich mittlerweile weit verbreitet und bekannt. Seit geraumer Zeit gibt es aber eine kleine, feinere Methode, die sich auf dem Vormarsch befindet. Gemeint ist das sogenannte Gittertape bzw. Crosstape.

Den Namen hat dieses nur wenige Zentimeter große Pflaster seinem Aussehen zu verdanken, denn es ist tatsächlich gitterförmig. Handelsüblich erhält man dieses Gewebetape in unterschiedlichen Größen und Farben von zwei bis fünf Zentimetern, einige Anbieter haben auch runde Tapes im Sortiment, die auch unter dem Namen Akupunkturpflaster angeboten werden. Vom Aufbau her ähnelt es der Taperolle, heißt: Stoffgewebe mit Acrylatkleber, wobei durch die Verwendung von Polyesterfasern das Crosstape sehr leicht und nach dem Kleben auf der Haut kaum spürbar ist.

Auch wenn es bis jetzt keine wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit dieser Methode gibt, erfreut sie sich doch einer zunehmenden Popularität und ist aus unserer alltäglichen Praxis nicht
wegzudenken. Zahlreiche Rückmeldungen unserer Patienten sowie eigene Erfahrungen zeigen positive Reaktionen auf die kleinen „Helferlein“.

Gittertapes kommen häufig zum Einsatz in der Behandlung von lokalen Geschehen, z.B. bei punktuellem Schmerz, zu erwartender Hämatombildung nach Stößen und Stürzen, zur
Narbenreduktion nach Wundheilung und Triggerpunktbehandlung. Der große Vorteil für uns als TCM-Therapeuten ist, dass wir die Pflaster auch auf Akupunkturpunkte auf den Meridianen
aufbringen, um den Behandlungsverlauf positiv zu unterstützen, auch wenn der Patient in seinem Alltag ist. Auch zur Behandlung bei Kindern, die Nadeln selten tolerieren, sind die
beliebten bunten Akupunkturpflaster eine hervorragende Methode.

Und wie wirkt es nun? Da es ja noch nicht bewiesen ist, klingt der folgende Erklärungsversuch einleuchtend. Durch das Aufbringen des Gittertapes auf der Haut, werden die in der Haut
vorhandenen Nerven angeregt, das Hirn bekommt die Information‚ dass an der Stelle etwas aufliegt. Durch die abwechselnde Struktur, die ein Gitter mit sich bringt, werden auf sehr kleinem Raum unterschiedliche Informationen über die Nerven gesendet (dort liegt etwas, dort nicht). Um Klarheit in dieses Informationsgewirr zu bringen, kommt das Signal, diesen Bereich besser zu durchbluten, denn irgendwas kann an der Stelle nicht stimmen. Durch eine Irritation der Nervenfasern wird eine bessere Versorgung des Hautareals erlangt, auf dem das Tape aufgebracht ist und es wird besser durchblutet. Damit können entstandene Stauungen im Gewebe beseitigt, die Wundheilung vorangetrieben und Schadstoffe abtransportiert werden.

In der Praxis sieht es so aus, dass das Tape beim Annähern an das schmerzhafte Gebiet nahezu wie von Zauberhand auf den Maximalpunkt gezogen wird und manchmal entsteht gar der Eindruck, das Tape fliegt an die richtige Stelle. Spätestens seit Galvanis Entdeckung von elektronischen Strömen im menschlichen Gewebe ist bekannt, dass es Spannung in Muskulatur, Nerven und Geweben gibt. Kommt es zu einer Störung im Gewebe, so wird sich an diesem Punkt auch eine andere elektronische Spannung finden lassen. Die statische Ladung des Tapes wird von diesem Spannungsunterschied angezogen. Das Gittertape ist trotz aller wunderbaren Eigenschaften nicht universell anwendbar. Es gibt auch Kontraindikationen bei einigen Gefässerkrankungen, bestimmten Hautirritationen und auch Herzbeschwerden. Daher wenden Sie sich gern an uns, bis bald!

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